Modul 03

Passt das Gefühl zum Puls?

Wir prüfen, ob objektiv gemessene Pulswerte systematisch steigen, wenn die subjektive Belastung auf der DDA-Skala von leicht über mittel zu zügig steigt. Entscheidend ist nicht, ob alle denselben Puls haben, sondern ob die Belastungsstufen erkennbare Pulsbereiche bilden.

Subjektives Belastungsempfinden als Steuerungsgröße

Dieses Modul bündelt drei Wege zur selben sportwissenschaftlichen Frage: Kann die DDA-Skala helfen, Trainingsintensität ohne ständige Geräteabhängigkeit sinnvoll zu steuern? Jedes Tool funktioniert eigenständig. Zusammen ergeben sie einen vollständigen Unterrichtsworkflow von der Datenerhebung bis zur Gruppenauswertung.

DDA-Skala zur Ausdauer - Subjektives Belastungsempfinden Schulversion
Vorgeschlagener Workflow
Schritt 1

Experiment starten

Die Klasse klärt die Forschungsfrage und legt fest, ob gemeinsam oder einzeln gemessen wird.

Schritt 2

Werte erfassen

Vorbelastung und Belastungspulse werden für leicht, mittel und zügig dokumentiert.

Schritt 3

Daten bündeln

Einzeldaten können gesammelt, importiert oder manuell zu einer Gruppentabelle ergänzt werden.

Schritt 4

Zusammenhang prüfen

Die Gruppe wertet aus, ob höhere subjektive Belastung mit höheren Pulsbereichen einhergeht.

Tools
Tool 1

DDA-Gruppenexperiment

Führt durch das eigentliche Unterrichtsexperiment: Vorbelastung erfassen, drei Läufe in verschiedenen DDA-Belastungsstufen durchführen und anschließend die Gruppenwerte auswerten.

Experiment öffnen
Tool 2

QR-Datensammlung

Schülerinnen und Schüler können allein losgeschickt werden, um ihre Werte zu ermitteln. Anschließend werden die Daten gesammelt, zusammengeführt und für den Gruppenvergleich vorbereitet.

Datensammlung öffnen
Tool 3

DDA-Schnellauswertung

Vorhandene Werte können schnell eingepflegt werden. Auch erfundene Beispielwerte lassen sich visualisieren, um Muster, Trends und mögliche Zusammenhänge im Unterricht zu besprechen.

Schnellauswertung öffnen
Informationsmaterial
DDA-Skala und objektive Werte - Zusammenhang zwischen Gefühl, Puls und Laktat

Hilfe zu Modul 03: DDA-Steuerung

Modul 3: DDA-Steuerung

Forschungsfrage: Passt das Gefühl zum Puls?

Dieses Modul prüft, ob objektiv gemessene Pulswerte systematisch steigen, wenn die subjektive Belastung auf der DDA-Skala von leicht über mittel zu zügig steigt.

Wichtig: Entscheidend ist nicht, ob alle denselben Puls haben, sondern ob die Belastungsstufen erkennbare Pulsbereiche bilden.

Das Modul bündelt drei Wege zur selben Frage mit verschiedenen Szenarien:

  • Gruppenexperiment: Gemeinsam im Klassenzimmer
  • QR-Scanner: Daten von mehreren Quellen sammeln
  • Schnellauswertung: Schnell Werte eingeben und visualisieren

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Vorgeschlagener Workflow

Der Unterricht verläuft in 4 Schritten:

🔬 Schritt 1: Experiment starten

Die Klasse klärt die Forschungsfrage und entscheidet: Gemeinsam oder einzeln messen?

Tool 1 (Gruppenexperiment) eignet sich für gemeinsame Messungen, Tool 2 (QR-Scanner) für verteilte Messungen.

📊 Schritt 2: Werte erfassen

Messung der Pulse:

  • Vorbelastung: Ruhepuls vor dem Experiment
  • 3 Läufe: Je ein Lauf bei "Leicht", "Mittel" und "Zügig"
  • Pulse dokumentieren: Nach jedem Lauf Puls messen

📁 Schritt 3: Daten bündeln

Die Einzelwerte werden gesammelt zu einer Gruppentabelle:

  • Einzeln erfasste Daten können importiert werden
  • Daten von verschiedenen Quellen zusammenführen
  • Als CSV exportieren für weitere Analyse

✅ Schritt 4: Zusammenhang prüfen

Auswertung: Höhere subjektive Belastung = Höhere Pulsbereiche?

Das Tool 3 (Schnellauswertung) zeigt dies visuell in einem Streudiagramm.

Tool 1: DDA-Gruppenexperiment

Wofür: Vollständiges Unterrichtsexperiment für eine Klasse (oder einen Schüler allein)

Zielgruppe: Schüler in der Klasse

📋 Was passiert Schritt für Schritt?

  1. Modus wählen: Einzeln oder Gruppe (bis 30 Schüler)
  2. Vorbelastung erfassen: Alter + Ruhepuls
  3. 3 Lauf-Phasen:
    • 3 Minuten Laufen bei DDA-Stufe "Leicht" → Puls messen
    • 3 Minuten Laufen bei DDA-Stufe "Mittel" → Puls messen
    • 3 Minuten Laufen bei DDA-Stufe "Zügig" → Puls messen
  4. Pause: 5 Minuten Erholung mit automatischem Timer
  5. Erholungs-Messungen (nur einzeln): Puls nach 1, 2, 3 Minuten
  6. Ergebnisse: Automatische Auswertung mit Streudiagramm

🎵 Timer und Audio-Signale

Das Tool hat einen integrierten 3-Minuten-Timer mit Audio-Signalen:

  • Ton bei 30 Sekunden verbleibend
  • Ton bei 10 Sekunden verbleibend
  • Ton bei 5 Sekunden verbleibend
  • Abschluss-Signal zum Stopp

💾 Auto-Save und Fortschritt

Das Tool speichert deine Daten automatisch alle 5 Minuten im Browser. Du kannst unterbrechen und später weitermachen (bis 24 Stunden).

📊 Ausgabe: Ergebnisse

Nach der Messung erhältst du:

  • Streudiagramm: Zeigt Punkte für jede Messung (X=Subjektiv 1–6, Y=Puls)
  • Balkendiagramm: Durchschnittliche Pulse pro Intensitätsstufe
  • Statistik: Mittelwert, Standardabweichung pro Stufe
  • Korrelationsanalyse: Wie stark der Zusammenhang zwischen Gefühl und Puls ist
  • CSV-Export: Daten für Excel/weitere Analyse
  • QR-Code: Zum Teilen der Ergebnisse

⚠️ Validierungen

Das Tool prüft automatisch:

  • Steigt der Puls mit der Intensität? (Warnung, wenn nicht)
  • Sind die Werte plausibel? (Z.B. nicht über 200 oder unter 40)

Tool 2: QR-Datensammlung (Scanner)

Wofür: Daten von mehreren Quellen sammeln und vergleichen

Zielgruppe: Lehrer/Betreuer

📋 Was passiert Schritt für Schritt?

  1. Testtyp auswählen: Cooper-Test, 6-Minuten-Lauf, 30-Minuten-Lauf oder Beep-Test
  2. Kamera aktivieren: QR-Code Scanner wird bereitgestellt
  3. QR-Codes scannen: Zeige Handy-Kamera auf Ergebnis-QR-Codes
  4. Daten bestätigen: Überprüfe und editiere Name, Klasse, Geschlecht, Ergebnis
  5. Ergebnistabelle: Alle gescannten Werte in einer übersichtlichen Tabelle
  6. Gruppen vergleichen: Wähle zwei Gruppen aus und vergleiche sie statistisch

🎥 QR-Code Scanning

Jeder Schüler bekommt einen QR-Code mit seinen Ergebnissen. Der Scanner:

  • Nutzt die Kamera des Geräts (Smartphone/Tablet)
  • Dekodiert automatisch die Daten aus dem QR-Code
  • Zeigt ein Bestätigungs-Dialog zum Überprüfen
  • Speichert die Daten in einer Datenbank

📊 Daten-Vergleich

Nach dem Scannen kannst du:

  • Nach Klasse filtern: Ergebnisse einer Klasse vs. alle
  • Nach Geschlecht vergleichen: Jungen vs. Mädchen
  • Nach Testtyp trennen: Nur Cooper-Test-Ergebnisse anzeigen
  • Statistiken ansehen: Min, Max, Durchschnitt, Standardabweichung

📈 Normwerte

Der Scanner enthält offizielle Normwerte für den Cooper-Test nach Alter und Geschlecht:

  • Sehr gut (grün)
  • Gut (hellgrün)
  • Befriedigend (gelb)
  • Mangelhaft (orange)
  • Unzureichend (rot)

Deine Ergebnisse werden automatisch mit diesen Normwerten verglichen.

💾 Export und Weiterverarbeitung

Du kannst alle gescannten Daten als CSV-Datei exportieren und in Excel oder anderen Tools weiterverarbeiten.

Tool 3: DDA-Schnellauswertung

Wofür: Schnell Pulse eingeben und Zusammenhang visualisieren

Zielgruppe: Lehrer/Betreuer (für Diskussion im Unterricht)

📋 Was passiert?

  1. 4 Pulse pro Schüler eingeben:
    • Ruhe-Puls
    • Puls bei "Leicht"
    • Puls bei "Mittel"
    • Puls bei "Zügig"
  2. "Eintrag hinzufügen" klicken → Datensatz wird zur Tabelle hinzugefügt
  3. Streudiagramm aktualisiert sich live mit jedem neuen Eintrag
  4. Ergebnisse diskutieren: Zeigen die Punkte einen klaren Trend?

🎨 Die Visualisierung

Das Streudiagramm zeigt:

  • X-Achse: Schüler-Nummer (1, 2, 3, ...)
  • Y-Achse: Puls in Schlägen pro Minute (40–230 bpm)
  • 4 Farben für 4 Intensitäten:
    • Gelb = Ruhe
    • Rot = Leicht
    • Grün = Mittel
    • Lila = Zügig
  • Trend-Linien: Gestrichelte Linien zeigen den durchschnittlichen Trend pro Intensität

🔍 Trend-Analyse

Die Trend-Linien (durchschnittlicher Puls pro Intensität) zeigen:

  • Steigt die Linie nach oben? → Puls steigt mit Intensität ✅
  • Bleibt die Linie flach? → Puls ändert sich nicht (problematisch) ❌
  • Große Streuung? → Unterschiedliche Reaktionen (normal) ⚠️

💾 Import & Export

CSV importieren: Lade vorab erfasste Daten (Semicolon-getrennt)

CSV exportieren: Speichere die Ergebnisse zum Weitergeben

Bild exportieren: Download des Diagramms als PNG für Präsentationen

📚 Hypothetische Beispiele

Du kannst auch "erfundene" Beispielwerte eingeben, um Muster zu demonstrieren:

  • "Perfekter Zusammenhang": Linear steigende Pulse
  • "Große Unterschiede": Hohe Streuung
  • "Kein Zusammenhang": Flache Trend-Linien

Informationsmaterial: DDA-Skala Grafiken

Am Ende der Seite findest du zwei Infografiken zum Nachschlagen:

📊 KARTE 1: DDA-Skala zur Ausdauer

Was zeigt diese Grafik?

  • Die 6 Stufen der DDA-Skala (Sehr leicht bis Viel zu anstrengend)
  • Beschreibung für jede Stufe (z.B. "Sehr leicht: ich könnte noch lange weitermachen")
  • Wie die Skala genutzt wird (Selbsteinschätzung, Training steuern, Verlauf beobachten)
  • Praktische Beispiele aus dem Schulsport

Wann brauchst du das? Zum Erklären der Skala vor dem Experiment

📈 KARTE 2: DDA-Skala und objektive Werte

Was zeigt diese Grafik?

  • Zusammenhang zwischen DDA-Stufe und Puls
  • Zusammenhang zwischen DDA-Stufe und Laktat (Milchsäure)
  • Wichtige Merkmale des Zusammenhangs (z.B. "Puls reagiert verzögert")
  • Fehler, die man vermeiden sollte

Wann brauchst du das? Zur wissenschaftlichen Erklärung nach dem Experiment

🖼️ Interaktion mit den Grafiken

  • Klick auf ein Bild → öffnet es in voller Größe
  • Zoom mit Maus-Scroll oder Zwei-Finger-Geste
  • Druck mit Ctrl+P oder Browser-Print
  • Ideal zum Ausdruck für den Unterricht